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Ideen und Anregungen für den Deutschunterricht

Thema: Vom Zauberlehrling bis zum Fehlverhalten in der Schule

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Der Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe ist eine Ballade,  also ist ein erzählendes Gedicht, das Merkmale von Lyrik (Verse, Reime), Epik (Handlung, Erzähler) und Dramatik (Dialoge, Wendepunkte) vereint. Sie schildert meist schicksalhafte, geheimnisvolle oder dramatische Ereignisse, oft mit einem unerwarteten Ende.

Interpretation: „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe

 Es handelt von einem Lehrling, der Zauberei benutzt, ohne sie richtig zu beherrschen. Das Gedicht zeigt, dass Macht und Wissen Verantwortung brauchen.
Inhalt
Ein Zauberlehrling ist allein zu Hause, weil sein Meister weggegangen ist. Er möchte sich Arbeit ersparen und spricht einen Zauberspruch, damit ein Besen für ihn Wasser holt. Anfangs funktioniert das gut. Doch dann kann der Lehrling den Zauber nicht mehr stoppen. Der Besen holt immer mehr Wasser, und alles droht zu überfluten. In seiner Panik spaltet der Lehrling den Besen mit einer Axt, doch dadurch entstehen zwei Besen, die noch mehr Wasser schleppen. Erst als der Meister zurückkommt, kann er den Zauber beenden.
Thema und Aussage
Das Gedicht zeigt, dass man Dinge nicht tun sollte, die man nicht vollständig versteht. Der Lehrling hat zwar einen Zauber gelernt, aber nicht, wie man ihn rückgängig macht. Goethe macht damit deutlich, dass Wissen ohne Verantwortung gefährlich sein kann.
Charakter des Zauberlehrlings
Der Zauberlehrling ist neugierig, ungeduldig und etwas überheblich. Er glaubt, er könne handeln wie sein Meister, obwohl ihm noch Erfahrung fehlt. Als die Situation außer Kontrolle gerät, bekommt er Angst und merkt, dass er einen großen Fehler gemacht hat.
Rolle des Meisters
Der Meister steht für Erfahrung, Ordnung und Verantwortung. Er weiß, wie man mit Magie richtig umgeht. Am Ende rettet er den Lehrling aus der Gefahr und stellt die Ordnung wieder her.
Sprache und Stil
Goethe benutzt eine lebendige und bildhafte Sprache. Viele Wiederholungen, wie das ständige Wasserholen, verstärken die Spannung. Das Gedicht wirkt fast wie eine kleine Geschichte und ist leicht vorstellbar.
Schluss
„Der Zauberlehrling“ ist ein warnendes Gedicht. Es zeigt, dass Macht und Wissen nur dann gut sind, wenn man verantwortungsvoll damit umgeht. Man sollte nichts tun, was man nicht wirklich beherrscht.

 

Und nun zum Fehlverhalten in der Schule

Die Themen eignen sich auch für Gruppenarbeit.

Zwei Punkte sollten dabei im Vordergrund stehen:
- Wie wirkt sich ein Fehlverhalten auf Mitschülerinnen und Mitschüler aus?
- Vor allem sollte man intensiv auch über die Maßnahmen reden

A: Leichtes Fehlverhalten in der Schule und welche Maßnahmen gerecht sind.

Beispiele
- Stören des Unterrichts
Maßnahmen: Nonverbale Signale (Blickkontakt), kurze Ermahnung, Sitzplatzwechsel, Gespräch nach dem Unterricht, Eintrag ins Klassenbuch, Nacharbeit (z. B. Arbeitsauftrag in der Pause)

- Hausaufgaben vergessen
Maßnahmen: Nachholen der Hausaufgaben, Vermerk im Hausaufgabenheft, Zusatzaufgabe zur Übung, Information an die Eltern bei häufiger Wiederholung

- Zuspätkommen im Unterricht
Maßnahmen: Kurze Erklärung anhören, Vermerk im Klassenbuch, Nachsitzen, schriftliche Erklärung („Warum komme ich zu spät?“), Elterngespräch bei regelmäßigem Zuspätkommen

- Handynutzung im Unterricht
Maßnahmen: Handy einsammeln, Abgabe im Sekretariat, Eintrag ins Klassenbuch, Gespräch über Medienregeln, Elterninformation bei Wiederholung

- Respektloses Verhalten gegenüber Mitschülerinnen und Mitschülern oder auch der Lehrkraft
Maßnahmen: Sofortige klare Ansprache, Entschuldigung einfordern, klärendes Einzelgespräch, sozialer Lernauftrag (z. B. Reflexionsbogen), Klassenkonferenz / Schulsozialarbeit bei schweren Fällen

Warum sind angemessene Maßnahmen erforderlich
- Der Unterricht soll für alle störungsfrei möglich sein.
- Hausaufgaben fördern Selbstständigkeit und Verantwortung.
- Pünktlichkeit zeigt Respekt gegenüber der Klasse und der Lehrkraft.
- Konzentration und Lernzeit sollen geschützt werden.
- Ein respektvolles Miteinander ist Grundlage für Lernen.

Wichtig:
Wer Regeln bricht, muss mit Folgen rechnen – aber bekommt immer die Chance, es besser zu machen.

 

B: Schweres Fehlverhalten in der Schule und welche Maßnahmen gerecht sind.

Beispiele
- Mobbing / Diskriminierung / Gerüchte / Lästereien
Sofortmaßnahmen: Klare Unterbrechung des Verhaltens, Trennung der Beteiligten, Schutzgespräch mit dem Opfer
Weitere Maßnahmen: Einzelgespräch mit TäterInnen, Mobbing-Protokoll / Dokumentation, Elterninformation, Klassen- oder Gruppengespräch (begleitet), Sozialtraining / Anti-Mobbing-Programm, Pädagogische Konsequenzen (z. B. Sozialdienst)

- Beleidigungen / Respektlosigkeit / Unfreundlichkeit
Maßnahmen: Sofortige klare Grenze, Entschuldigung und Wiedergutmachung, Reflexionsbogen, Gespräch mit Klassenlehrkraft, Elternkontakt bei Wiederholung

- Angeberei / Provokationen
Maßnahmen: Klare Ansprache des Verhaltens, Gespräch über Wirkung auf andere, soziales Training, Rollenklärung in der Klasse ,präventive Klassenregeln stärken

- Diebstahl
Sofortmaßnahmen: Klärendes Gespräch, Rückgabe / Wiedergutmachung, Information der Schulleitung, Elternkontakt
Weitere Schritte: Pädagogische Konsequenzen (z. B. Sozialdienst), Klassenkonferenz, Schulordnung / rechtliche Schritte

- Drogen / Alkohol
Sofortmaßnahmen: Sicherstellung der Substanzen, Schulleitung informieren, Trennung von anderen Schülern, Eltern sofort kontaktieren
Weitere Maßnahmen: Beratungsgespräch (Schulsozialarbeit)
• Präventionsprogramm
• Ordnungsmaßnahmen nach Schulgesetz
• Bei Gefahr: externe Stellen (Jugendhilfe)
 

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