Notwendige Vorarbeiten vor der Einführung der Freiarbeit

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Um gelungene Ergebnisse zu erreichen, müssen Vorarbeiten geleistet werden.
Es sollten frühzeitig mündliche, evtl. auch schriftliche Zusammenfassungen eingeübt werden. Geeignet dazu sind kurze Erzählungen oder auch Zeitungsbericht.
Beispiele:
- Was sind die wichtigsten Aussagen des Textes?
- Was passiert in einzelnen Szenen, wenn man einen Film drehen oder ein Bilderbuch gestalten würde?
- ...

Eine weitere wichtige Hilfe für die spätere Arbeit ist, die Schüler und Schülerinnen selbst Fragen zum Text stellen zu lassen und diese nicht vorzugeben. Der Vorteil: die Fragen sind altersgemäß, stellen das für die Kinder Wichtige heraus und helfen, den Text zu verstehen. Diese Fragen werden dann entweder von den Schüler und Schülerinnen ins Heft, oder von einer Gruppe bzw. von der Klasse auf ein Plakat geschrieben. Sind die Fragen konsequent in der richtigen Reihenfolge notiert, kann man mit dieser Hilfe gute mündliche Zusammenfassungen machen. Fragen helfen den Kindern auch später zur selbständigen Erarbeitung ihrer Themen sehr viel.

Eine weitere wichtige Vorarbeit, die der Deutschunterricht leisten kann, ist die Arbeit mit Rechtschreib- und Fremdwörterbuch. Denn häufig kommen in Sachbüchern, mit denen die Schüler und Schülerinnen später arbeiten müssen, Fremdwörter und Fachbegriffe vor, die sie nicht verstehen. Können die Kinder mit Lexika umgehen, sind sie in der Lage, schwierige Begriffe zu umschreiben bzw. den später zuhörenden Mitschülern zu erklären. Um eine Arbeit zu erstellen, die auch gerne von anderen angeschaut, gelesen und verstanden werden soll, muss auf Übersichtlichkeit und Ästhetik Wert gelegt werden. Sinnvollerweise wird dies in Absprache im Deutsch- und Kunstunterricht vorbereitet. Schönschreibübungen sind für die Kinder oft stupide, können aber durch Kunstschriftübungen (auch für Überschriften) aufgelockert werden.

Vielleicht noch wichtiger als eine schöne Schrift, ist das übersichtliche Gestalten einer Seite oder eines Plakates. Folgende Übung könnte helfen: Zunächst werden die Kriterien für Übersichtlichkeit und Ästhetik festgelegt (evtl. im Kunstunterricht). Dann gibt man verschiedene Texte und Bilder zu einem Thema vor und lässt diese ausschneiden. Jede Gruppe überlegt sich nun eine sinnvolle Anordnung. Diese wird dann aufgeklebt. Die einzelnen Arbeiten werden verglichen, die Vor- und Nachteile herausgestellt.

- Ist die Seite übersichtlich gestaltet?
- Ist die Überschrift hervorgehoben?
- Sind die Bilder sinnvoll und an der richtigen Stelle eingebaut?
- Sind wichtige Begriffe hervorgehoben?
- Sind Fachbegriffe erklärt?
- Sind unterschiedliche Schriftgrößen erforderlich?
- ...

Es hat sich gezeigt, dass diese Dinge tatsächlich einen hohen Stellenwert für die Motivation haben. Sieht die fertige Arbeit auch optisch schön aus, gefällt dies selbstverständlich den Schülern und Schülerinnen selbst. Noch wichtiger ist das nicht ausbleibende anerkennende Lob der Mitschüler und Mitschülerinnen, der Lehrer und Lehrerinnen und nicht zuletzt der Eltern.

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